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Dialogcampus startet im WS 2009
Die Notwendigkeit fortwährender Weiterbildung in Marketing und Kommunikation
Von Claus Mayer, gkk DialogGroup GmbH Frankfurt
Früher hätte man gesagt „Wer rastet, der rostet“. Zeitgemäß würde man sagen „Wer sich nicht weiterbildet, geht schnell unter“. Lieber Peter Fischer, du hast mich 2007 gefragt „welche Erfolgs-Chancen räumst Du der Idee des DialogCampus ein?“ Und ich habe Dir spontan geantwortet: „Eine Online-Akademie zur Weiterbildung – wie der DialogCampus – trifft präzise in ein schwarzes Loch“. Wieso „Schwarzes Loch“ hast Du überrascht gefragt. „Weil ich Weiterbildung derzeit noch als schwarzes Loch in der Einstellung der Unternehmen, aber auch in den Werdegängen und Zeugnissen vieler Bewerber sehe – will heißen da ist nichts“ habe ich Dir geantwortet.
Weiterbildung ist jedoch heutzutage ein MUSS fürs berufliche Weiterkommen. Ohne Weiterbildung kein Weiterkommen! Notwendigkeit und Angebote werden aber noch lange nicht so bewertet, wie das erforderlich wäre. Das trifft auf den Willen zur Weiterbildung bei den Mitarbeitern zu, aber ebenso auch auf viele Unternehmen. Denn viele Personalabteilungen fordern zwar als Einstellungs-Kriterium den Nachweis von Weiterbildungs-Maßnahmen, schicken aber eigene Mitarbeiter nur sehr restriktiv zum Beispiel auf Seminare. Oft sind es nicht nur Budget-Gründe, sondern die Abwesenheits-Zeit vom Arbeitsplatz, die eine Teilnahme verhindert.
Weiterbildung mit flexibler Teilnahme- und Zeitgestaltung
Deshalb ist jede Weiterbildungs-Initiative – insbesondere wenn sie sich durch eine flexible Teilnahme- und Zeit-Gestaltung auszeichnet, wie das durch Online-Systeme möglich ist – äußerst wünschenswert und zu begrüßen. Ich kenne ja Deine Online DialogCampus-Planung und ich freue mich, später im Oktober noch Details zu sehen. Doch warum ist heutzutage
Doch warum ist heutzutage fortwährende Weiterbildung so wichtig –
ich würde sogar sagen, mit eine der wichtigsten Voraussetzungen – fürs berufliche Weiterkommen? Ich möchte die Aussage noch erweitern: nicht nur fortwährende Weiterbildung ist angesagt, sonder lebenslanges Lernen! Die Gründe für lebenslanges Lernen sind aus meiner Sicht klar: Neues Wissen entsteht in immer kürzeren Zeit-Einheiten und in immer größerem Umfang. Das gilt natürlich auch, und vielleicht ganz besonders, für das Wissen, das in Marketing und Kommunikation gebraucht wird. Denn beide Disziplinen bedienen sich in ihrer praktischen Arbeit einer großen Zahl spezialisierter – ich nenne es mal - Unter-Disziplinen, um Ergebnisse, Erfolge, Wirkung zu produzieren:
- Ob Sie die technische Entwicklung der elektronischen Medien und die Auswirkungen auf die Kommunikation nehmen,
- oder die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung in den Bereichen Gehirn, Wahrnehmung, Werbewirkung, etc, und ihre Folgen für den Kontakt zu und mit unseren Zielgruppen,
- oder das veränderte Verhalten der Konsumenten und die damit verbundenen notwendigen Veränderungen der Marketing- und Dialog-Strategien,
um nur einige Bereiche anzusprechen: Marketing, Kommunikation und Dialog sind direkt davon betroffen.
Wenn ich mir nur vorstelle, wie sich das Wissen in diesen Bereichen in den letzten 5 Jahren erweitert hat, und die Prognosen und Visionen nehme, was sich dort in den nächsten Jahren tun wird: ja, dann muss jeder 40- Stunden-Woche ein 8-Stunden-Weiterbildungs-Tag folgen – um Up to date zu sein.
Ich höre immer wieder auf Kongressen oder auch bei den umfangreichen Weiterbildungen, die wir als Agentur unseren 600 Mitabeitern anbieten – es sind, um das mal zu erwähnen, allein 2008 65 interne Seminare, die wir durchführen: „Das und dies müssen doch nur die Spezialisten wissen – das ist doch nur für die interessant!“ Falsch! Natürlich müssen Spezialisten alles wissen was sich in ihren Fachbereich weiterentwickelt. Aber auch die Generalisten müssen
alles wissen was sich in ihren Fachbereich weiterentwickelt. Aber auch die Generalisten müssen Bescheid wissen. Und Marketing-, Kommunikations- und Dialog-Fachleute gehören zu dieser Spezies Generalisten. Sie müssen ja nicht die Spezialisten ersetzen können – aber sie müssen wissen, wie sie ihre Spezial-Disziplin bewerkstelligen. Sonst können sie dieses Wissen auch nicht als Teil ihrer Strategien einsetzen.
2008 fand der 3. interdisziplinäre wissenschaftliche Kongress für Dialogmarketing an der Uni in Köln statt. Fachhochschulen, Unis und Forschungs-Einrichtungen präsentierten auf diesem Kongress wiedereinmal ihre Arbeiten, Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Bereich der Dialog-Kommunikation. Gedacht ist der Kongress eigentlich für die Unternehmen, die Agenturen, die Anwender von Dialog-Kommunikation, um sich schlau zu machen – sich weiterzubilden, könnten man auch sagen – was es Neues, Nützliches für die Marketingarbeit aus der Forschung und von der Wissenschaft gibt. Es waren viele da, aber leider nur wenige für die es gedacht war. Soviel zum Thema Interesse an Weiterbildung in den Unternehmen und bei den Mitarbeitern in der Branche.
Einen Punkt möchte ich zum Abschluss noch ansprechen: Interessanterweise fokussiert auch das Thema Weiterbildung in Angebot und Aquise vor allem auf Menschen in der beruflichen Startphase und der ersten Berufs-Dekade. Personen aus den mittleren und letzten Berufs-Dekaden stellen nur einen bescheidenen Anteil der Weiterbildungs-Umworbenen.
Haben die 45 Plus X schon alles gelernt, sozusagen aus-gelernt? – ist mein Eindruck aus den Kommunikations- und Marketing-Seminaren, die ich halte oder besuche. Ich höre nicht selten „Wieso gehen Sie noch auf Seminare?“ Auch der Personen-Kreis 45 Plus X wird sich zukünftig der Weiterbildung nicht verschließen können, wenn die Lebensarbeitszeiten nach oben gehen und man nach 50 noch beruflich auf dem Laufenden sein will.
Mein Fazit:
- Weiterbildung ist ein MUSS. Jetzt. Und noch mehr in der nahen Zukunft. Der immer umfangreichere Wissens-Zuwachs lässt dem, der Weiterkommen will, keine andere Wahl. Nicht dem Generalisten. Schon gar nicht dem Spezialisten.
- Weiterbildung braucht Initiativen, die sich inhaltlich dem notwendigen aktuellen Wissens-Up date und zeitlich den individuellen Job-Modalitäten anpassen lassen.
- Weiterbildung kann nicht auf die Zeit nach der Ausbildung und die erste Berufs-Dekade beschränkt bleiben. Lebenslanges Lernen ist wörtlich zu nehmen. Es gibt keinen Altersbonus!
- Und: Wer sich nicht weiterbildet geht schnell unter.
In diesem Sinne hat der Online DialogCampus ins Schwarze getroffen. Viel Erfolg Peter!





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