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Neue Wege im Marketing
Neuer Kurs an der FH Erding: Gestaltung von Marketing Maßnahmen (Fachbereich Wirtschaftspsychologie)
Schauen wir zurück, dann hatten wir in den fünfziger bis sechziger Jahren einen reinen Verkäufermarkt; in den siebziger Jahren einen Käufermarkt; in den achtziger Jahren einen Zielgruppenkäufermarkt; heute und morgen durch die zunehmende Digitalisierung und Internettransparenz einen nachfrageorientierten Mikromarkt (Masse an Nischen). Die Problemrelevanz sich ändernder Märkte ergibt sich zwangsläufig aus der Veränderung der Perspektiven, die alle möglichen rationalen und irrationalen Tatbestände betreffen können. Sie umfassen die einzelnen und die zusammengefassten Entwicklungstendenzen, die Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft, Informatik, aber auch die einzelnen Individuen. Der Grund ist der, dass trotz der enormen Leistungen der verschiedenen Marktwirtschaftssysteme sich auch eine zunehmende Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen einerseits und den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die Ansprüche auch zu befriedigen, andererseits, ergibt. Daraus entwickelt sich für jedes Unternehmen der Zwang, immer stärker die gesellschaftliche Konsequenz des unternehmerischen Handelns zu berücksichtigen. Die Problemrelevanz sich ändernder Märkte für modernes und anpassungsfähiges Marketingverhalten ist nicht primär wissenschaftskonform, sondern gesellschaftskonform.Man kann sich heute des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass die Wissenschaftskonformität immer weiter hinter der Gesellschaftskonformität hinterher hinkt, dass zwischen den psychologischen Wissenschaftstheorien und der gesellschaftlichen Praxis die Schere immer weiter auseinander geht. Es gibt heute kaum mehr ein Marketingmodell, das den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen zu folgen im Stande ist. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass die marktwirtschaftlich-politischen Ziele nicht erreicht wurden.
Die Ziele waren:
- Wirtschaftswachstum in Anpassung an steigende Bedürfnisse und Ansprüche;
- Geldwertstabilität besonders der Währungen, die politische Freiräume zulassen;
- Vollbeschäftigung, speziell in den Ländern, welche die größten Anteile an der Wirtschaftshilfe unterentwickelter Länder zu erbringen haben;
- Wirtschaftsgleichheit als Ausdruck politisch durchsichtiger und gleichgewichtiger Systeme;
- Energiekonstanz, besonders durch ein stetiges Angebot erneuerbarer Ressourcen.
Da nur ganz wenige Ziele erreicht wurden, muss mit zunehmenden staatlichen Eingriffen zu rechnen sein, wodurch die Marketingspielräume immer kleiner werden.Wie sind aber in einer sich chaotisch verändernden Welt Marketing-Maßnahmen zu gestalten? Ich denke Neuerfindung ist das Gebot der Stunde, wir müssen den Mut haben, uns von liebgewonnenen und automatisierten Abläufen und Instrumenten zu verabschieden und endlich den Menschen in das Zentrum unser Bemühungen zu stellen. Der „Homo Oekonomicus“ ist Geschichte, wir Menschen treffen wichtige Entscheidungen nicht nur rational, sondern eben sehr oft emotional. Und das ist die Schnittstelle zischen Psychologie und Marketing. Und damit sind wir beim Inhalt dieses Kurses. Wie gestalten wir erfolgreiche Marketingkonzepte, die mit werbepsychologischen Theorien und Erkenntnissen verzahnt sind ?






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