Krisen-Marketing 1

Krisenzeiten_01

Die Einschläge kommen näher

Wir befinden uns in stürmischen Zeiten, die Rezession hat tiefe Löcher gerissen und trotz erster Anzeichen die Talsohle endlich erreicht zu haben, kommen für viele Unternehmen die Einschläge und Nachbeben näher und näher und die meisten Unternehmen sind für einen Neustart nicht gerüstet. Die alten Regeln und Werbeinstrumente für Marketing und PR sind in einer immer digitaleren Online-Welt stumpf geworden und haben sich leider abgenützt. Neben der Wirtschaftskrise haben wir es auch weiterhin mit gesättigten Märkten, Globalisierung, einem verändertem Datenschutz (siehe aktuelle Datenschutznovelle) und einem verändertem Konsumentenverhalten und aufgeklärteren Kunden zu tun, die nicht mehr länger nur passiver Empfänger unserer Werbebotschaften sein wollen. Die Macht liegt heute beim Kunden. Angeregt für das Schreiben dieser kleinen Beitragsserie wurde ich durch einen hochinteressanten 1.Tages-Workshop mit Prof. Philip Kotler im Juni 2009 in Mailand. (http://www.kotlermarketing.com)

Veränderung als Chance?

Wir wissen – grundsätzlich gibt es in Krisenzeiten immer die höchsten Marktanteilsverschiebungen. Das bedeutet also, wer die Krise und die Erholungsphase nicht aktiv gestaltet und sich verschreckt treiben lässt, wird später zu den Verlierern zählen. Unternehmen können gerade jetzt mit zielgerichteten Marketingaktivitäten Ihre Marktposition und ihre Marktanteile ausbauen. Dies gelingt aber nur Unternehmen, die Ihr Marketing an die Veränderungen der Makroumwelt und Märkte anpassen. Mein Tip: “Re-Imagine” – erfinden Sie sich neu.


„Wenn der Wind bläst bauen die meisten Unternehmen Mauern um sich zu schützen, die Cleveren bauen  Windmühlen“

Trend 1 : Cut your Cost’s

  1. Kunden wollen in Zukunft weniger Geld ausgeben und nicht mehr so teuer einkaufen (Lebensmittel, Reisen, Auto, Häuser usw.) Deshalb werden Sie in vielen Fällen auch „Private Labels“ (z.B. Eigenmarken im Handel) konsumieren.
  2. Kunden werden in Zukunft weniger „fahren“ wollen, sie suchen die kurzen Wege und ein Unternehmen muss schon gute Gründe nennen, warum der potenzielle Kunde eine bestimmte Fahrstrecke in Kauf nehmen soll, wenn er die gleiche Leistung um die Ecke oder digtial im Internet erhält.
  3. B.t.C -Kunden verlegen Ihren Mittelpunkt mehr in das eigene Zuhause. Auch Homeentertainment wie (TV, Internet) wird zunehmen.

Trend 2 : Die Unternehmen reagieren

  1. Weniger Lagerhaltung,
  2. weniger Bestellungen,
  3. die Budgets werden gekürzt und
  4. knallharte Verhandlungen mit Lieferanten werden geführt.
  5. Auch Seminare und Fortbildungen  werden stärker unter die Lupe genommen.

Frischer „Cash“ ist angesagt. Oftmals erfolgen deswegen Kürzungen unüberlegt und aus Angst. Die Erholung von der Rezession wird kommen. Nur wann, dies kann niemand sagen.

Trend 3 : Die Retailer werden wichtiger als der Hersteller

Die Retailer haben sich längst professionalisiert, sie schulen Ihr Personal und setzten gezielt neue Medien und Instrumente wie Digital Signage ein. Das Regalmanagement wird heute immer wichtiger.

Trend 4 : Buyologie (Warum kauft der Kunde?)

Ein neuer Trend verändert viele traditionelle Denkweisen des Marketings. Der Blick in die “Black Box” durch das Neuromarketing stellt klassische Denkweisen in Frage

Fortsetzung folgt: Was genau hat sich verändert ?

Diesen Beitrag gibt es auch in bulgarischer Sprache.