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The Blue Ocean Strategy für Aus- und Fortbildung
Neue Idee für Marketers im Seminargeschäft
Seit mehr als 15 Jahren bin ich nun im Seminargeschäft tätig, das nun auch durch den Sturm und die Ausläufer der Krise mitgerissen wurde. Die rückgängigen Teilnehmerzahlen bei den Seminar-anbietern und auch an einigen Marketin-Akademien in den Jahren 2009 und 2010 sind aber auch Ausdruck dafür, dass den Anbietern “nichts Neues” einfällt. Kaum Investitionen in den Lehrkörper, keine eigene Fortbildung und schlechte Bezahlung sind hier nur einige Punkte die zu nennen wären. Viel schlimmer sind aber die eigenen, verstaubten Angebote. Hier kam mir das Buch „The Blue Ocean Strategie“ wieder in den Sinn. Anstatt immer innerhalb der Grenzen einer vorhandenen Industrie zu konkurrieren oder Kunden von Rivalen abzuwerben (Bloody oder Red Ocean), schlagen die Autoren W. Chan Kim und Renée Mauborgne Blue Ocean Strategy vor: unumkämpfte Markplätze zu schaffen, die letztlich eine Konkurrenz irrelevant machen. Laut Kim und Mauborgne ist das ständige Konkurrieren in überfüllten Industrien kein Weg, um eine hohe Performance aufrecht zu erhalten. Ziel ist es “blue oceans” zu schaffen.
Blaue Ozeane sind meiner Meinung nach
schlichtweg neue Märkte, also unentdeckte Gewässer oder einfach Produktinnovationen. Die beiden Autoren zeigen uns sehr plakativ, anschaulich, wie wir es schaffen in neue Gewässer vorzudringen, in die vorher nur wenige oder keine Unternehmen vorgestoßen sind. Wichtigste Instrument für W. Chan Kim und Renée Mauborgne ist dabei die radikale Veränderung, das „ sich neu Erfinden“, die Schaffung neuer Nutzen für den Kunden und die Zurücknahme von Produkteigenschaften, die sowieso kein Anwender benötigt. Dabei kommt es zu einer Mischung des Trends nach Einfachheit mit den Ideen des lateralen Marketings von Kotler. Die These leuchtet ein. Frisches Geld wird in Zukunft nur dort verdient, wo es wenig bis keine Konkurrenz gibt. Als erfolgreiches Beispiel können hier die semivirtuellen Hochschulen und Universitäten genannt werden.
Werfen wir z.B. wieder einen Blick auf das Seminargeschäft.
Anstatt die schrumpfende Nachfrage mit immer mehr Konkurrenz aufzuteilen, geht es nun darum, die Nachfrage zu steigern und sich von der Konkurrenz zu lösen, sich neu zu erfinden „ Re-Imagine“ also auch im Seminar- und Universitätengeschäft. Zurück im „blutroten Haifischbecken“ bleiben dann die ewig gestrigen Seminaranbieter und Akademien, die sich mit immer mehr gefräßigen Konkurrenten mit immer austauschbareren und althergebrachten Angeboten um das immer knappere Futter streiten. Das Problem sind dabei leider nicht die “NEUEN IDEEN”, sondern die ewigen Bedenkenträger, die Festungskommandanten in den Unternehmen, die ständig versuchen an “Gestern” festzuhalten, mit ihrem “fetten Arsch” an ihren Stühlen kleben, unfähig und unflexibel sind. Ich spreche von Menschen, die Angst vor der Veränderung haben, die wenn der Wind stärker bläst Mauern errichten und in Deckung gehen. Gefragt sind aber heute Menschen, die den Sturm ausnützen und Windmühlen bauen. Auch im Seminar- Ausbildungs- und Universitätengeschäft.





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