Briefgeheimnis in der Digitalen Welt
Hier scheiden sich die Geister! Die Deutsche Post DHL bringt einen digitalen Brief. Auf den ersten Moment ist wohl nichts Neues? E-Mails schreibt doch heute jeder. Weit gefehlt, Post-Briefvorstand Jürgen Gerdes scheint hier eine guten Riecher zu haben. In der Zukunft können wir unsere Briefe am PC schreiben und dann entscheiden, ob dieser Brief digital und sicher verschlüsselt den Empfänger in dessen Account am PC erreicht, oder wenn wir wollen wird der Brief vor Ort beim Empfänger ausgedruckt, kuvertiert und wie gewohnt in den Briefkasten zugestellt. Auf den ersten Blick ein Anachronismus, ein Services den die Welt nicht braucht? Aber bei näherer Betrachtung scheint es in vielen Fällen Sinn zu machen, den “klassischen Brief” mit all seinen Vorteilen in die digitale Welt zu übertragen. Als Marketer und Werbepsychologe möchte ich nicht wie viele Besserwisser jetzt diese Idee schon wieder zerreden. Das ist unprofessionell.
Deshalb habe ich dieses Thema bei meinen Studenten auf die Agenda gesetzt. An der Bayerischen Akademie für Marketing und Werbung und an der Hochschule FHAM in Erding beschäftigen wir uns derzeit mit diesem spannenden Thema. Kriegsentscheidend für den Erfolg dieses neuen Kommunikationsinstrumentes wird sein, wie es sich in den Köpfen der Anwender (Privat und Business) positioniert. Also zuerst ein werbepsychologisches Thema. Vorstufe dafür ist wie immer eine SWOT-Analyse, also Stärken und Schwächen, Risiken und Chancen für den “Hybriden Brief” auszuloten. In einer weiteren Stufe werden wir uns dann Gedanken machen, wie wir das “neue Produkt” positionieren würden – d.h. was wird bei den Endkunden das “Haben Wollen” auslösen. Diese Punkte erarbeiten wir gerade gemeinsam. Ich würde mich über jeden sinnvollen Beitrag meiner Blogleser zu diesem Thema freuen.



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Auf echte Nutzen und Kostenvorteile setzen
Von “Postponabels” und “Nice to Have”- Produkten